Leitbild

Die Grundlage unserer pädagogischen Arbeit ist die Bildung, Erziehung und Betreuung von Kindern im Alter von 1 Jahr bis zum Schuleintritt. Als Kindertagesstätte sind wir eine Bildungsinstitution, die einen gesetzlich definierten Auftrag zu erfüllen hat.

Unser pädagogisches Profil

Nach dem SächsKitaG §2 „begleiten, ergänzen und unterstützen die Kindertagesstätten die Bildung und Erziehung der Kinder in der Familie. Sie bieten dem Kind vielfältige Erlebnis- und Erfahrungsmöglichkeiten über den Familienrahmen hinaus. Sie erfüllen damit einen eigenständigen alters- und entwicklungsspezifischen Bildungs-, Erziehungs- und Betreuungsauftrag im Rahmen einer auf die Förderung der Persönlichkeit des Kindes orientierten Gesamtkonzeption. Der Sächsische Bildungsplan ist die Grundlage für die Gestaltung der pädagogischen Arbeit in den Kindertageseinrichtungen.“

In unserer Einrichtung sollen sich die Kinder wohl fühlen und glücklich sein.

In der praktischen Umsetzung der Ziele und Werte, die unsere Arbeit in der Kita prägen, haben wir konzeptionelle Schwerpunkte gesetzt, die im Folgenden näher beschrieben werden.

„Spielen heißt in der Gegenwart sein. Ein spielendes Kind geht auf in dem, was es tut. Wenn ein Kind einen Arzt spielt, dann ist es ein Arzt. Wenn ein Kind auf einem Stock spielt, ein Pferd zu reiten, dann reitet es ein Pferd. Spiel hat nichts mit Zukunft zu tun. Spiel ist keine Vorbereitung auf irgendetwas. Spiel ist eine Tätigkeit, die ausschließlich um ihrer selbst willen getan wird und alle Überlegungen ausschließt, die ihr zuwider laufen.“ (Maturana/ Verder-Zöller 1997, 159)

Wir sehen das Kind als ein aktiv lernendes und neugieriges Wesen, welches seine Umwelt selbständig erobert. Aufgrund dessen werden Bewegung und Spiel zu grundlegenden Erziehungsprinzipien. Durch geeignete Spiel- und Bewegungsangebote unterstützen wir die Ausbildung eines positiven Selbstkonzeptes. Dabei fördern wir die Entwicklung der Kinder ganzheitlich. Tägliche Körper- und Bewegungserfahrungen sind positive Entwicklungsanreize, die weit mehr als nur motorische Grundfähigkeiten fördern: Ein geschicktes, in seiner körperlich-geistigen Wahrnehmungsleistung trainiertes Kind ist mutiger und verletzt sich dennoch, ja gerade deswegen, seltener. Kinder bewegen sich ausgelassen, tobend und immer zum eigenen Vergnügen. Wir geben ihnen mehrmals täglich die Gelegenheit, ihren großen Bewegungsbedürfnissen nachzukommen. Wir wissen, dass die Entwicklung der Kinder ein ganzheitlicher Prozess ist, in dem die Bewegung eine ganz wichtige Bedeutung einnimmt. Dadurch lernen die Kinder sich selbst und ihre körperlichen Fähigkeiten kennen. Sie erleben die Eigenarten der sie umgebenden Dinge, erfahren physikalische Eigenschaften und Gesetzmäßigkeiten und nehmen Kontakt zu ihren Mitmenschen auf. Kinder erschließen sich die Welt durch Bewegung. Bewegung macht schlau! Dabei kommt dem Außenbereich eine hohe Bedeutung zu. Das Spiel im Freien bietet neue Erfahrungen. Hier werden die Kinder in ihren Bewegungsmöglichkeiten weniger eingeschränkt und können sich auf Kletterbäumen, verschiedenen Klettergeräten und unterschiedlichen Geländeformen austoben.

Der Reiz des draußen Spielens heißt für uns aber auch Erkunden, Ausprobieren, Entwickeln von Fantasien in und mit der Natur. Die Natur dabei zu schätzen und zu schützen, sorgsam mit ihr umzugehen und sie als Bestandteil und Ursprung des eigenen Lebens zu begreifen, ist ein weiterer Schwerpunkt unseres Konzeptes. Durch die Beschäftigung in und mit der Natur lernen die Kinder sich selbst besser kennen, vor allem ihre eigenen Grenzen. Durch die Lage unseres Kinderhauses bieten sich gute Möglichkeiten, in der Natur unterwegs zu sein. Es sind keine langen Wege zu absolvieren, um den nächstgelegenen Wald zu erreichen.

Durch die Begegnung und das gemeinsame Spiel und Lernen von Kindern mit und ohne Behinderung wird bei uns Integration gelebt. Wenn erreicht ist, dass in unserem Zusammenleben Kinder mit Behinderungen nicht mehr als etwas „Besonderes“ gelten, sondern einfach als Kinder mit besonderen Eigenschaften wahrgenommen werden, die unser Leben bereichern, ist Integration gelungen.

„Integration durch gemeinsame Teilhabe am Alltag der Kindertagesseinrichtung ermöglicht es, mit Kindern Aspekte wie „Würde“, „Andersartigkeit“, „Ausgrenzung“ oder „Mitgefühl“ zu thematisieren und Selbstvertrauen zu stärken.“ (SBP, 2.2., S. 7)

Wir nehmen jedes Kind als unverwechselbares Einzelwesen an, so wie es nun einmal ist – anders als andere Kinder – hier und da stärker, hier und da schwächer. Wir sind bestrebt, alle in vertrauensvoller Atmosphäre zu betreuen und die Bedürfnisse der behinderten und nichtbehinderten Kinder gleichermaßen zu berücksichtigen. Ansatzpunkt unserer Arbeit sind die Stärken der Kinder und eine pädagogische Haltung des Wohlwollens, des Verstehens, der Ermutigung und Bestätigung. Neben der Integration in der Regelgruppe gibt es bei uns eine heilpädagogische Gruppe. Hier können wie die Betreuung von Kindern mit erheblichen Entwicklungsverzögerungen und Verhaltensauffälligkeiten, geistiger , körperlicher und seelischer Behinderung und Mehrfachbehinderung anbieten. Die Kinder benötigen eine besondere ganzheitliche heilpädagogische Förderung. Das Ziel der Förderung besteht unter anderem darin, sie zur Selbständigkeit in Dingen des täglichen Lebens zu führen.